Die Klasse 12 KBüm (Auszubildende zum Kaufmann/zur Kauffrau für Büromanagement, 3. Ausbildungsjahr) besuchte am 10.10.2024 die Gedenkstätte Trutzhain. Frau Viereckt und Herr Henschke Gerhard begleiteten die Lerngruppe.
Zunächst wurden die Besucher vom Museumsbeauftragten Herrn Junker in die Thematik der Gedenkstätte eingewiesen und besichtigten das Außengelände. In Arbeitsgruppen setzten sich die SchülerInnen anschließend mit den Themen „Zwangsarbeit“, „Flucht und Vertreibung“, „Displaced Person“ und „Nationalsozialismus“ auseinander. An einem selbst mitgebrachten kleinen Buffet stärkten sich die Teilnehmenden. Den Abschluss bildeten Kurzpräsentationen zu den Themenbereichen. Ein etwas anderer Unterrichtstag, der zur Demokratiebildung beiträgt.
Ein eindrucksvoller Ausflug nach Trutzhain
Die Klassen der Kaufleute für Büromanagement (KBUE11) und der Friseure hatten die Gelegenheit, einen bedeutenden Ort der Geschichte zu besuchen: die Gedenkstätte und das Museum Trutzhain. Dieser Ort war einst das STALAG IX A, ein NS-Zeit-Arbeits- und Straflager, in dem mehr als 50.000 Kriegsgefangene unter harten Bedingungen gefangen gehalten wurden.
Unser Tag begann mit einem Rundgang durch den Ort, bei dem wir die noch erhaltenen Fachwerkbaracken besichtigten, die einst Teil des Lagers waren und heute noch als Wohnhäuser genutzt werden. Danach führten uns die Wege zu den Friedhöfen. Besonders bewegend war der Besuch des Waldfriedhofs, wo über 692 sowjetische Kriegsgefangene unter einem russisch-orthodoxen Kreuz ihre letzte Ruhe fanden.
Nach diesem eindrucksvollen Besuch sahen wir im Museum einen Dokumentarfilm mit Zeitzeugenberichten von Franzosen, Italienern und Russen, die über ihre Erlebnisse im Lager erzählten. Die Geschichten von Verlust, Angst und Überlebenskampf brachten uns die Schrecken des Zweiten Weltkriegs auf eine sehr persönliche Weise näher. Zum Abschluss erkundeten wir das Museum, das mit vielen Exponaten die Geschichte des Lagers und seiner Opfer eindrucksvoll veranschaulicht.
Für viele von uns war es eine Überraschung, dass dieser geschichtsträchtige Ort so nah an unserem Wohnort liegt. Niemand aus unserer Gruppe hatte zuvor von der Gedenkstätte oder der Geschichte des Lagers gehört. Der Besuch war nicht nur eine lehrreiche Erfahrung, sondern auch eine emotionale Reise in die Vergangenheit. Er hat uns alle daran erinnert, wie wichtig es ist, die Geschichte lebendig zu halten und die Lehren aus der Vergangenheit für eine friedvolle Zukunft zu ziehen.
geschrieben von Alexandra Bader & Ugur Yazgi
