Unter diesem Motto fanden zum wiederholten Male vom 18. bis 20. Mai 2026 verschiedene Veranstaltungen an der RFES statt.
Mit dem Quizformat „Wer wird Europameister?“ hat der Verein Bürger Berlins e.V. eine abwechslungsreiche Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der EU geboten. Ein Schwerpunkt war dabei die Jugend Europas, bei dem Vorteile der EU (offene Grenzen, Friedenssicherung), aber auch Herausforderungen (Klimawandel, Handelsabkommen) deutlich wurden. Außerdem haben die Klassen mehrfach die Komplexität der Entscheidungsfindung bei verschiedenen Interessen erkannt und dadurch Anregungen zur Vertiefung erhalten. Kleine Geschenke bei richtigen Antworten rundeten das Quiz ab.
Die Frage „Warum brauchen wir jetzt ein starkes Europa?“ versuchte Prof. Dr. Eckart D. Stratenschulte vom Team-Europe-Rednerpool der Europäischen Kommission gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zu beantworten. Dabei ging er mit einem anschaulich visualisiertem Vortrag auf Machtverhältnisse großer Staaten bzw. Bündnisse, Handelsmächte, Sicherheiten im persönlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben ein. Dies machte den Schülerinnen und Schülern die Verantwortung der Europäischen Gemeinschaft für ihre Länder und Bewohner und die Verflechtung der Europäischen Gemeinschaft in der politischen und wirtschaftlichen Weltlage deutlich. Durch die gute und lockere Rhetorik kam er dabei leicht mit den Jugendlichen ins Gespräch.
Mit dem Thema „Was bedeutet Europa für mich“ zeigte ebenfalls Prof. Dr. Eckart D. Stratenschulte den Schülerinnen und Schülern des Einzelhandels und der InteA-Klassen, dass „Europa“ sie sowohl auf beruflicher als auch auf persönlicher Ebene tagtäglich tangiert und sie mit europäischen Bestimmungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Bereich konfrontiert sind. Anhand eines Textes von „Fritz aus Fritzlar“, den die Schülerinnen und Schüler in Gruppen bearbeiteten, wurde der Alltag von Fritz beschrieben, der mit den Regelungen und Bestimmungen der EU zusammenhängt. So wurde klar, dass Europa sowohl im persönlichen Bereich (vom Frühstücksei über den Führerschein bis zum Reisen) als auch im beruflichen Bereich präsent und wichtig ist. Die Schülerinnen und Schüler empfanden den Vortrag als sehr ansprechend, und regten zugleich die Implementierung von digitalen und interaktiven Elementen an.
Paul Hübner vom Hessischen Bauernverband erläuterte den angehenden Landwirtinnen und Landwirten des 2. Ausbildungsjahres die „Gemeinsame Europäische Agrarpoltik – GAP“ mit vielen Facetten und spannenden Einzelheiten sowie deren Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Praxis. Der Referent erklärte den Aufbau und die Arbeitsweise der Europäischen Union sowie die Entstehung politischer Entscheidungen auf europäischer Ebene. Des Weiteren ging er auf Herausforderungen ein, die sich durch neue Vorgaben im Klima- und Umweltschutz für die Landwirtschaft ergeben. Betriebe bewegen sich zunehmend im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Produktion und gesellschaftlichen und umweltpolitischen Erwartungen. Der Vortrag zeigte aber auch Fördermöglichkeiten und Perspektiven der gemeinsamen Agrarpolitik und die enge Verflechtung der deutschen Landwirtschaft mit der Europäischen Union.
Die Schülerinnen und Schüler der RFES erlebten wieder ein sehr vielseitiges Programm, das die Vorteile Europas in Hinblick auf wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit verdeutlicht und das Motto „In Vielfalt vereint“ veranschaulicht hat.
