Am 12. Dezember 2025 haben die Klassen der Fachoberschule 12 Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik zusammen mit ihren Lehrkräften Frau Opitz, Frau Manchen, Herrn Beyer und Herrn Kusche den Weinbergbunker in Kassel im Rahmen einer Führung besichtigt. Zunächst berichtete Herr Schmidt vom Feuerwehrverein anschaulich von der illegalen Technoparty im Jahr 1992, bei der schließlich Polizei und Feuerwehr alarmiert wurden, um die Partygäste aus den verzweigten und völlig verrauchten Gängen zu retten. Der Schwerpunkt der Führung lag jedoch auf dem größten Bombenangriff auf Kassel im Zweiten Weltkrieg am 22.10.1943. Der Weinbergbunker, der ursprünglich ein Bierkeller war, wurde zum Lebensretter für tausende Menschen. Erst hat er verhindert, dass in ihm auch nur ein Mensch durch eine Bombe getötet wurde, dann hat er vielen Menschen Obdach gegeben. Während der Führung haben die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften Informationen über die Bombenangriffe, die schrecklichen Zustände im Bunker und von tragischen Geschichten mehrerer Zeitzeugen erfahren. Veranschaulichende Audioaufnahmen von Sirenen, die vor dem Angriff warnten, gingen Berichten zur Flucht der Menschen durch brennende Straßen in die schlechte Luft und Dunkelheit des Bunkers voraus. Wo Platz für 2500 Menschen sein sollte, haben sich zeitweise rund 10.000 Menschen gedrängt. Viele mussten in den engen Gängen medizinisch versorgt werden. Auch hierzu erzählte Herr Schmidt berührende Erinnerungen von Beteiligten: ohne Freiraum aneinandergereiht, ohne frische Luft, während Erde von der Decke rieselt und man verängstigt darauf wartet, dass keine Bomben mehr fallen. Gerade solche Geschichten haben allen bewusst gemacht, wie wertvoll Frieden und Sicherheit sind. Herzlichen Dank an Herrn Schmidt für die abwechslungsreiche Führung an diesem besonderen Ort Kassels.
